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Prof. Dr. Bessel A. van der Kolk

5. Schweizer Bildungsfestival: Trauma und Gehirn

Der Beitrag der Neurowissenschaften zur Traumatherapie
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Die Entwicklung der Neurowissenschaften hat uns in den letzten zwei Jahrzehnten neue Erkenntnisse darüber vermittelt, wie Traumata die Entwicklung des Gehirns beeinflussen und wie das Gehirn überwältigende Erlebnisse verarbeitet. Diese Erkenntnisse rufen mit grosser Dringlichkeit nach einer Reihe von neuen Ansätzen in der Behandlung von traumatisierten Menschen – ganz spezifisch bezüglich den Affektregulations-Techniken, dem Umgang mit traumatischen Erinnerungen, der sensorischen Wahrnehmung und den Störungen bei der sensomotorischen Integration.

Die neurowissenschaftliche Forschung hat u.a. gezeigt, wie Kinder mit der Zeit lernen, ihre Erregungssysteme zu steuern und den grundlegenden Gehirnmechanismus zur Selbstregulierung hin zu entwickeln. Trauma, Misshandlung und Vernachlässigung als mögliche frühe Überwältigungserlebnisse können neben den allgemeinen Entwicklungsprozessen auch die Entwicklung des Gehirns tiefgehend beeinträchtigen. Da traumatische Prägungen in subkortikalen Hirnregionen gespeichert werden und weitgehend von einer verbalen Abrufsmöglichkeit abgeschnitten sind, muss bei der Behandlung ein zentraler Schwerpunkt auf das somatische Erleben traumabezogener Empfindungen und Affekte gelegt werden.

Die Fixierung auf das Trauma und eine erlernte Hilflosigkeit erfordern Interventionen, die darauf ausgerichtet sind, die Fähigkeit zu aktiver Situationsbewältigung und zu fokussierter Aufmerksamkeit wiederherzustellen.

Bessel van der Kolk gibt in dieser Veranstaltung einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen in den Neurowissenschaften, die in Bezug auf die Behandlung von PTBS (posttraumatischen Belastungsstörungen) bedeutsam sind und zeigt wertvolle Methoden auf, die ihren Schwerpunkt in der Traumabegleitung auf körperliche Präsenz, Affektregulation und die Verarbeitung von Erinnerungen legen.