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Kathy Steele

5. Zürcher Traumatage / Phobische Vermeidung und dissoziative Beziehungsformen

Vortrag und Disskusionsrunde anlässlich der 5. Zürcher Traumatage 2013: "DISSOZIATION" Krankheitsbild - Schutzfunktion - Chance vom 28. - 30. Juni 2013 in Zürich, ca. 150 Min. auf 1 DVD

Auf Englisch mit deutscher Konsekutivübersetzung
CHF 25.00
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Die schlimmste Folge von frühen chronischen Beziehungstraumatas ist die fehlende Fähigkeit, gesunde Beziehungen einzugehen und aufrecht zu erhalten. Der Bindungsstil dieser Menschen ist häufig geprägt von einer gleichzeitigen dissoziativen Aktivierung oder einem Alternieren zwischen Annäherungs- und Vermeidungsstrategien - sie stehen dann symbolisch gleichzeitig auf Gas und Bremse. Dieser chronische Konflikt führt einerseits zu einem phobischen Vermeiden von wirklich nahen Beziehungen, und anderseits droht in den existierenden Beziehungen ständig das Ende. Beziehungsthemen sind oft starke Trigger und Auslöser für sehr früh in der Entwicklung sich zeigende Abwehrmechanismen - zum Beispiel Klammern, Abhängigkeiten, pausenloses Rufen nach dem Andern (per Telefon oder via moderne Kommunikationswege) oder das Kreieren von Krisen, um dadurch Aufmerksamkeit zu bekommen. Bindungsversuche werden so maximiert, Nähe durch äusserst heftige Abwehrreaktionen zur Mobilisierung und zur Immobilisierung gleichzeitig möglichst minimiert. Eine der grössten Herausforderungen für Therapeutinnen und Therapeuten ist bei diesem dissoziativen Bindungsstil das erfolgreiche Navigieren zwischen den zahlreichen Übertragungs- und Gegenübertragungsthemen, die sich immer wieder zeigen. In diesem zweiten Teil ihrer Zürcher Präsentation offeriert die Referentin aus Atlanta eine Vielzahl von praktischen therapeutischen Interventionen, die für die Arbeit mit Bindungsproblemen während jeder Behandlungsphase einsetzbar sind. Schwerpunkte sind dabei die therapeutische Beziehung, das Auflösen der Phobie vor inneren Erfahrungen, die mit Bindung und Bedrohung zu tun haben, sowie das Einhalten von adaptiven therapeutischen Grenzen, der erfolgreiche Umgang mit Bedürfnissen bezüglich Abhängigkeiten und mit komplexen Reaktionen zu Übertragungen und Gegenübertragungen.